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Zuhause -eine Übung-


Woher? Wohin? Eine kleine Reflexionsreise, um sich des eigenen Verständnisses von Identität, Zugehörigkeit und Integration bewusst zu werden und neu zu denken.

Stats

Benötigte Zeit

30 Minuten

Schwierigkeitsstufe

Einfach

Materialien

Post-its, dicke Stifte, Arbeitsblatt
Zielgruppenmatrix. PDF

Teilnehmende

team

Thema

Transkulturalität

Warum dieses Tool?

Integrationsbezogene Themen wie Kultur, Identität und Zugehörigkeit werden oft behandelt als wären sie statisch und klar definierbar und somit einfach zu kategorisieren. Dieser Umgang kann schnell zu Verallgemeinerungen und Stereotypen führen – ganz im Gegenteil zum Ziel von Integration.

Diese Übung bietet Raum für bewusste Reflexion und Perspektivwechsel mit Blick auf die fließende Natur von Zugehörigkeit und Integration als Prozesse.

Schritte

Frageliste für den/die Moderator*in:
Was bedeutet zu Hause sein?
Wo bist Du zu Hause?
Was bedeutet es, nicht dazu zu gehören?
Was bedeutet Integration?

01.


Alle sitzen zusammen im Kreis mit einem Block Post-Its und einem Stift in der Hand.

02.


Der/die Moderator*in stellt die erste Frage – Was bedeutet zuhause sein? – die Gruppe bekommt etwa zwei Minuten, um individuell zu reflektieren und Notizen zu machen (1 Begriff pro Zettel). Antworten können dann vorgelesen werden, ohne ins Gespräch zu kommen.

03.


Die zweite Frage – Wo bist Du zu Hause? – wird vorgelesen. Während die Gruppe wieder ein paar Minuten zum Reflektieren und Aufschreiben bekommt, sammelt der/die Moderator*in die Zettel der ersten Frage und clustert sie an der Wand.

04.


Nun können Antworten in der Gruppe geteilt werden. An dieser Stelle können folgende follow-up Fragen gestellt und besprochen werden, um einen Perspektivwechsel zu ermöglichen:

Sind die Antworten eher örtlicher Natur wie z.B. ‘’In Deutschland’’, ‘’in Dresden’’ oder ‘’in meinem Haus’’ oder drücken sie eher ein Gefühl aus wie z.B. ‘’da, wo ich mich sicher fühle’’ oder ‘’da, wo ich wahrgenommen werde’’?

Lebst Du gerade dort, wo Du dich zuhause fühlst?

Fühlst Du dich gleichzeitig an mehr als einem Ort zuhause?

Wie oft kann sich das Gefühl von zuhause sein ändern?

Was bedeutet das für unser Verständnis von zuhause sein?

05.


Die dritte Frage – Was bedeutet es, nicht dazu zu gehören? – wird vorgelesen. Wiederholt hier den Prozess des Reflektierens, Sammelns und der Diskussion.

Mögliche Follow-up Fragen:

Kann man sich zuhause fühlen, dort wo man nicht dazugehört?

Welche Rolle spielt Augenhöhe bei Zugehörigkeit?

06.


Die vierte Frage – Was bedeutet Integration? – wird vorgelesen. Gruppe antwortet. Zettel werden gesammelt. Antworten werden geteilt. Anschließend offenes Gespräch.

Mögliche Follow-up Fragen:

Wie hängt Integration zusammen mit Zugehörigkeit?

Wie kann Zugehörigkeit gefördert werden?

Was bedeutet es, ‘’sich zu integrieren’’?

Wer definiert, wer sich wie integrieren muss?

Welche Rolle spielt hier Augenhöhe?

Welche Rolle spielt Augenhöhe bei dem Satz ‘’Sie müssen sich doch integrieren’’ oder ‘’So geht Integration’’?

Was bedeutet das für dein Verständnis von Integration?

Inwiefern ermöglicht deine Arbeit ‘’Integration auf Augenhöhe’’? Inwiefern hindert sie es?

Literatur

“Mediating Homing Desire.” – Laura Rus LINK

“Auch Einwanderungsländer bieten eine Heimat” – Laura Rus LINK

“Die Einheit der Verschiedenen: Integration in der postmigrantischen Gesellschaft” – Naika Foroutan LINK

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